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Initiative Stolpersteine Bergen-Enkheim Frankfurt am Main
Christlich-jüdischer Dialog Bergen-Enkheim
Tu biSchwat - Neujahrsfest der Bäume (13.02.2025) Feier: Christlich-jüdischer Gottesdienst zu Tisch am 16.02.2025 im Gemeindesaal der kath. Kirche Hl. Kreuz, Bergen-Enkheim Bericht 23 Bäume für die Aufforstung Israels Der jüdische Kalender hat mehrere Neujahrsfeste. Neben dem Beginn des jüdischen Jahres an Rosch HaSchana im Herbst gibt es in Israel nach der Winterregenzeit ein weiteres, weniger bekanntes Neujahrsfest im Februar, Tu biSchwat, wenn die Bäume zu blühen beginnen. Bei diesem Fest geht es um den Dank an den Schöpfer und den Lobpreis Gottes für die Früchte der Bäume, von denen der Mensch seit jeher lebt. Zudem fördert Tu biSchwat – modern ausgedrückt – das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge und die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur. Die biblische Weisheit zieht sogar einen Vergleich zwischen Mensch und Baum (vgl. Psalm 1,3). In Israel ist es seit einiger Zeit Tradition, an diesem Tag Bäume zur Aufforstung zu pflanzen. Inspiriert von dieser Spiritualität des Neujahrsfestes der Bäume haben Christen aus den evangelischen und katholischen Gemeinden von Bergen- Enkheim während eines christlich-jüdischen "Gottesdienstes zu Tisch" 23 Bäume für Israel gespendet. Am 16. Februar feierten sie gemeinsam mit Rabbiner Andrew Steiman von der Budge-Stiftung in Frankfurt, der evangelischen Pfarrerin Kathrin Fuchs, dem katholischen Pfarrer Uwe Hahner und jüdischen Gästen aus dem Main-Taunus-Kreis im Gemeindesaal der Heilig Kreuz Kirche ein fröhliches Neujahrsfest der Bäume. Traditionell wurden die Tische mit verschiedenen Früchten, Säften und Weinen festlich gedeckt. Wegen des großen Andrangs der Besucher mussten zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt und die köstlichen Speisen geteilt werden. Im Mittelpunkt der Feier standen Segenssprüche über die sieben Früchte, die in der Tora (Dtn 8,7-11) erwähnt werden: Weizen, Gerste, Weintrauben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Datteln. Die Atmosphäre war nicht nur fromm und ernst; vielmehr verstand es Rabbiner Steiman hervorragend, mit kleinen Anekdoten eine fröhliche Stimmung zu erzeugen, sodass viel gelacht wurde. Auch die Lieder, die Oleksandr Darmits auf der Geige begleitete und teilweise auf Hebräisch gesungen wurden, förderten das Gemeinschaftsgefühl und trugen zur guten Stimmung bei. Es war ein besonderer Gottesdienst und ein Nachmittag der Begegnung und des Austauschs, der neue Perspektiven eröffnete und sowohl Leib als auch Seele erfreute. Ewald Wirth > Pressebericht: Der Bergen-Enkheimer, 22.02.2025
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Fotos: Ewald Wirth